04.11.2009  18:19 Uhr

Klimawandel
Symposium über Chancen und Risiken für Niedersachsen

Niedersachsen. Die Temperaturen steigen. Die Wettersituation wird immer extremer. Jeder Einzelne ist betroffen – und hat in unterschiedlichem Maße auch Schuld an dem Klimawandel. Fakt ist: Der Klimawandel ist nicht aufzuhalten. Es ist jedoch möglich, die damit verbundenen Risiken in Schacht zu halten.


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VGH-Symposium: Klimawandel - Chancen und Risiken für Niedersachsen

Über diese Risiken, aber auch über die Chancen, die der Klimawandel für Niedersachsen mit sich bringt, informierten und diskutierten Anfang November die Teilnehmer des 2. VGH-Symposiums: „Klimawandel – Chancen und Risiken für Niedersachsen“. Zusammen mit dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz wurde ein Forum geschaffen, bei dem realistische Möglichkeiten aufgezeigt wurden, wie man mit dem Klimawandel umgehen kann.

Eine Momentaufnahme des Klimas

Es ist warm, der Raum ist gefüllt und die etwa 200 Zuschauer warten gespannt auf die Begrüßungsworte von Dr. Robert Pohlhausen. Er ist Vorstandsvorsitzender der VGH Versicherungen und eröffnet das Symposium mit den Worten: „Ich hoffe sehr, dass Sie am Ende des Tages sagen: Naja, das alles war doch nicht ganz umsonst!“

Dr. Stefan Birkner, Staatssekretär des Niedersächsischen Umweltministeriums, zeichnete ein innovatives, dem vorherrschenden Wetter gegensätzliches, Bild in die Köpfe der Zuschauer: „Kokospalmen am Nordseestrand“ – das war auch der Titel, unter dem die VGH zum Symposium eingeladen hatte. Was sollte mit diesem Bild verdeutlicht werden?

Zum einen stellen der Klimawandel und die damit verbundenen extremen Wettersituationen große Gefahren für Menschen, Gebäude und die gesamte Infrastruktur dar. Es könne nicht abgeschätzt werden, wie groß das Ausmaß der Schäden sein kann, so Dr. Stefan Birkner.

Er machte aber ebenfalls darauf aufmerksam, dass der Klimawandel auch positive Effekte mit sich bringe: „Schätzungen zufolgen könnten 25 bis 30 Prozent mehr Touristen nach Deutschland kommen.“ Außerdem: „Steigende Durchschnittstemperaturen können möglicherweise in unseren Breitengraden längere Vegetationsperioden und neue Anbaumöglichkeiten für die Landwirtschaft ermöglichen“, erklärte Umweltstaatssekretär Dr. Stefan Birkner

In seiner Rede bringt Dr. Stefan Birkner das momentane Klima auf den Punkt: „Wir müssen das Beste aus einer Situation machen, die in einem bestimmten Maße unausweichlich – selbst bei Erreichen des 2-Grad-Ziels – eintreten wird.“

Aus diesem Dilemma kann eine Gesellschaft nur entkommen, wenn sie zusammenhält und gemeinsam in eine Richtung blickt.

Wie ist der Klimawandel in erträglichen Grenzen zu halten?

Mit dieser Frage beschäftigte sich der Vortrag von Herrn Professor Dr. Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Damit die weltweite Mitteltemperatur um maximal 2 Grad steigt, fordert er den „Global Deal“ – ein globales Klimaabkommen.

Die Kernpunkte des Global Deals

  • alle Staaten müssen sich darauf einigen, das 2-Grad-Ziel erreichen zu wollen
  • ein globaler CO2-Markt muss geschaffen werden
  • Förderung und Entwicklung von innovativen Technologien
  • Finanzierung und Anpassungsmaßnahmen in besonders betroffenen und armen Regionen
  • Vermeidung von weiteren Entwaldungen in den Tropen

 
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